Fair-Use-Policy (Traffic & Shared Hosting)
1. Allgemeines
Die angebotenen Leistungen unterliegen einer Fair-Use-Policy. Diese dient dazu, einen stabilen, wirtschaftlichen und fairen Betrieb der Infrastruktur für alle Kunden sicherzustellen. Die Nutzung der Leistungen ist im Rahmen der jeweils gebuchten Tarife gestattet, sofern sie dem vorgesehenen Zweck entspricht und keine unverhältnismäßige Belastung der Systeme verursacht.
Der Anbieter behält sich vor, bei missbräuchlicher oder übermäßiger Nutzung geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Funktionsfähigkeit der Dienste für alle Kunden zu gewährleisten.
2. Traffic / Datenübertragung
Der im Tarif enthaltene Traffic ist für eine übliche und dem Preis des Tarifs angemessene Nutzung vorgesehen („akzeptabler Traffic dem Tarif entsprechend“).
Eine Nutzung gilt insbesondere dann als nicht mehr fair, wenn:
- dauerhaft oder wiederholt ein ungewöhnlich hohes Datenaufkommen erzeugt wird,
- der Traffic erhebliche zusätzliche Kosten verursacht oder
- die Netzstabilität oder Verfügbarkeit für andere Kunden beeinträchtigt wird.
Der Anbieter ist berechtigt, bei Überschreitung eines als fair anzusehenden monatlichen Datenvolumens:
- die Übertragungsgeschwindigkeit temporär oder dauerhaft zu reduzieren (z. B. auf 100 Mbit/s oder 10 Mbit/s),
- den Traffic zu begrenzen oder
- dem Kunden eine Tarifumstellung oder ein individuelles Angebot mit höherem Trafficvolumen anzubieten.
Ein Anspruch auf eine bestimmte Mindestbandbreite besteht nicht, sofern diese nicht ausdrücklich vertraglich zugesichert ist.
3. Shared Hosting / Shared Services
Bei sogenannten Shared-Services (z. B. Shared Hosting, Shared Compute, Shared Storage) werden Systemressourcen wie CPU, RAM und I/O aus einem gemeinsamen Ressourcen-Pool bereitgestellt.
Grundsätzlich ist die Nutzung der Dienste im Rahmen des gebuchten Tarifs frei und ohne feste Obergrenzen möglich, solange sie dem üblichen Zweck eines Shared-Dienstes entspricht.
Eine Nutzung gilt insbesondere dann als nicht mehr fair, wenn:
- CPU- oder RAM-Ressourcen dauerhaft oder regelmäßig übermäßig beansprucht werden,
- eine durchgehende Auslastung von nahe 100 % erfolgt,
- andere Kunden dadurch messbar beeinträchtigt werden.
Als akzeptable Dauerlast gelten in der Regel durchschnittliche Ressourcennutzungen von bis zu ca. 60 % CPU- und/oder RAM-Auslastung. Kurzzeitige Lastspitzen sind hiervon ausdrücklich ausgenommen und zulässig.
4. Maßnahmen bei Verstoß gegen die Fair-Use-Policy
Bei Verstößen gegen diese Fair-Use-Policy ist der Anbieter berechtigt, nach eigenem Ermessen und unter Berücksichtigung der Interessen des Kunden:
- die Ressourcennutzung zu begrenzen (z. B. CPU-, RAM- oder I/O-Limits),
- Dienste temporär einzuschränken,
- den Kunden zur Anpassung seiner Nutzung aufzufordern,
- eine Tarifumstellung auf ein leistungsstärkeres oder dediziertes Produkt vorzuschlagen.
Eine außerordentliche Kündigung bleibt bei schwerwiegender oder wiederholter Verletzung der Fair-Use-Policy vorbehalten.
5. Transparenz und Kommunikation
Soweit technisch und wirtschaftlich zumutbar, wird der Anbieter den Kunden über relevante Einschränkungen oder Auffälligkeiten informieren. Ein Anspruch auf vorherige Ankündigung besteht jedoch nicht, insbesondere wenn sofortiges Handeln zur Sicherstellung des Betriebs erforderlich ist.